24 Jänner 2009

Fiebertraum

Wenn man 39°C Fieber hat (so wie ich letzte Woche), ist die Welt plötzlich total seltsam.
Der eigene Körper fühlt sich wie heißes schweres Blei an und die Zunge wie ein Stück Filz.
Der Lebensraum beschränkt sich auf 2 m². Das Bett wird zum Verbündeten und Gefängnis zugleich. Verbündeter in Momenten, in denen einen ein Fieberschub bewegungsunfähig macht und das Bett einen sicheren und warmen Ort darstellt. Gefängnis, weil das eigentliche Leben doch außerhalb des Bettes statt findet.

Dabei gibt's sogar Puppen, die Fieber haben können:



...und man kauft sich ja eine Puppe freiwillig bzw. geben Kinder die Puppen bei den Eltern oder Großeltern absichtlich in Auftrag (ich muss das ja schließlich wissen). Wie kann man nur?! Fieber ist doch etwas so unangenehmes! Wer will das schon freiwillig?

Man kommt dabei auch auf die verrücktesten Ideen. Mich faszinieren besonders meine Fieberträume.
Ich neige nämlich bei Fieber dazu, mit offenen Augen sehr verrückte Dinge zu träumen.
Ich kann mich zum Beispiel noch gut erinnern, wie ich mit ca. 4 Jahren mit offenen Augen geträumt habe, dass man mich in einem lila Auto entführt. Ich hab dabei herzzerreißend geheult, bis meine Mutter kam, um mich zu trösten bzw. mich zu befreien.
Irgendwie sind diese Träume schon faszinierend: so realistisch...

Am coolsten ist es ja, wenn ich mit Fieber durch die Stadt laufen muss (wenn ich zur Ärztin gehe). Die Welt sieht irgendwie ganz ganz anders aus...

11 Jänner 2009

The Kitties go to Salzburg

Hach, endlich angekommen im Neuen Jahr! Du hoffentlich auch? Und endlich haben wir die Feiertage wieder hinter uns, die wir zwar zuvor sehnlichst erwartet haben, die sich aber dann doch jedesmal wieder in die Länge (und meist auch in die Breite) ziehen.

Nachdem dies unser erstes Weihnachten mit Katzen war, dachten wir, dass es einerseits unfair wäre, wenn wir die Katzen abschieben würden, während wir uns die Bäuche vollschlügen und andererseits wollten wir unsere Schätzchen sowieso gerne bei uns haben. Deshalb haben wir sie kurzerhand (naja...) ins Auto gesetzt (danke, Daniel!) und sind mit ihnen nach Salzburg übersiedelt.



(Chufi interessiert sich seeehr fürs Kofferpacken)



(Mönsch, aus diesem Fenster kann man aber auch ungleich mehr sehen als aus unserem daheim!)



(Wicki {el Jefe} gefällt es in der Ferienwohnung auch sehr. Soooo viel Platz zum rumlaufen! Nur durch die eine Türe kommt er nicht, die wird von der Oma versperrt)

Und weil die same procedure as every year es so verlangt, haben wir dieses mal auch wieder einen Abstecher nach Neumarkt zu den Verwandten gemacht:



Und nachdem ich retrospektiv drauf gekommen bin, dass wir in den letzten beiden Jahren sehr interessante Reisen unternommen haben, wollte ich mal ein visuelles Resümee ziehen...

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Wie man sieht, gibt es noch etliche weiße Flecken auf meiner Landkarte. Sicher werde ich auch heuer wieder den einen oder anderen Erkundungstrip unternehmen.
Also, ich hab schon mal sehr viel vor für 2009. Mal sehen, ich freu mich schon...

31 Dezember 2008

Auf ins neue Jahr!

Try JibJab Sendables® eCards today!


Ich wünsche allen meinen Besuchern ein pumperlgesundes und spaßiges Neues Jahr!

20 Dezember 2008

Alle Jahre wieder

...kann ich es mir nicht verkneifen, die Puppen tanzen zu lassen... O:)
Dieses Mal hab ich meine "Opfer" im Verwandtenkreis gefunden.

Bevor ich mich aber in das Salzburgische Weihnachtsresort verabschiede, möchte ich die Gelegenheit nutzen, Euch allen fröhliche Weihnachten und klasse Feiertage zu wünschen! So, jetzt geh ich Kekse essen... ;-)

Send your own ElfYourself eCards

17 Dezember 2008

Kindermund

Ach, ich will auch mal solche Kinder, die sich so sehr für Faun interessieren =)

15 Dezember 2008

Wichtige Meldung: dieses Jahr fällt Weihnachten aus!

Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,
es war beim Finanzamt um zu betteln und um zu fleh´n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.

Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert,
wo von das Christkind dies finanziert.

Das Christkind rief: "Die Zwerge stellen die Geschenke her",
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.

"Ich verschenke das Spielzeug an Kinder " wollte das
Christkind sich wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen
haben, wäre dieses jetzt besser zu sagen.

"Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die vielen Geschenke in Eile"
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.
Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.

"Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld",
Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt."
"Aus allen Ländern kommen die Sachen",
mit denen wir die Kinder glücklich machen."

Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.
Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.

Mit diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.


12 Dezember 2008

Innsbruck calling

Es gibt für alle möglichen Dinge Ratgeber: Windows für Dummies, Wie man Freunde gewinnt, Bewerbungscoaching, Eheratgeber und dergleichen unendlich mehr.
Aber für eine Sache hätte ich gerne etwas, wo ich nachschlagen kann: wie man am besten kündigt. Zum Thema Kündigung gibt's hauptsächlich Ratgeber für Arbeitgeber und ansonsten rechtliche Ratgeber.
Nun bin ich aber eher ein Mensch, der 1. darauf Wert legt, es sich mit niemandem zu verscherzen und 2. gleichzeitig rhetorisch... sagen wir, zaghaft ist.



Wie sage ich es am besten?
"Äh, ich möchte gerne kündigen."? - Nein, zu plump. Und gern schon gar nicht!
"Ich hab keinen Bock mehr, also ich bin dann mal weg!"? - Oh oh, das widerspricht Punkt 1!
"Ab nächsten Ersten werde ich nicht mehr viel Zeit haben.."? - Ein guter Anfang.

Jedenfalls wäre es ein guter Start gewesen, wenn dann nicht von Seiten des Arbeitgebers eine der bösen Fragen auftauchen würde:
"Gefällt es dir/Ihnen denn nicht mehr bei uns?" - Oh, das ist der Moment, wo mich Punkt 1 und 2 in eine fatale Zwickmühle bringen.
Es folgt leichtes bis schweres Erröten und möglichst sollte man sich innerhalb von 5 Sekunden zu einer Ausrede entschlossen haben, denn sonst ist eines klar:
Du würdest am liebsten sagen, "Und ob es mir hier nicht mehr gefällt! Etc etc.".

Tja, und so kommt es, dass ich micht eigentlich glücklich schätzen sollte, einen neuen, m.E. besseren Job in der Tasche zu haben, mich aber lediglich müde und zerknirscht fühle.

Also, sollte da draußen irgendwo ein Kündigungs-Ratgeber herum schwirren - sei es, in geschriebener oder menschlicher Form - so möge man es mir bitte mitteilen!

(Memo an mich selbst: vielleicht wäre eine Lektion in Süßholzraspeln nicht schlecht...)

10 Dezember 2008

Let it snow

Na, habt ihr alle schon eure Weihnachtspost versendet?
Ich sitz grad dabei. Dabei gibt es wohl keinen richtigen Zeitpunkt, um dies zu erledigen, denn vor dem 20. wird eine Weihnachtskarte als zu frühzeitig empfunden und nach dem 20. kommt sie zu spät.

In meinem Fall eher Letzteres. Deswegen füttere ich meinen Geist mit Weihnachtsmusik (hauptsächlich englisch und spanisch, wobei die spanische wohl eher tanzbar ist) und schreibe brav meine Weihnachtskarten VOR dem 20. Dezember...

Nachdem's grad so schön schneit - und ich ausnahmsweise schon in Weihnachtsstimmung bin:

22 November 2008

Winterbastelei

An langen dunklen Wintertagen, wenn der Schnee leise und erbittert draußen fällt, ein eisiger Wind ganz sicher den Weg unter die warme Jacke findet und man sich am liebsten daheim verkriecht - so wie ich - ist es doch an der Zeit, einen heißen Tee zu trinken...

...und etwas zu basteln! Und zwar Schneeflocken.

Hier mein erster Versuch:

07 November 2008

Katzen-Action

Tja, alles verläuft so, wie wir uns das gedacht haben:
die Katzen haben die Welt..., äh Wohnungsherrschaft an sich gerissen und wir finden das auch noch süß =)

Beim Schmusen:



Beim Spielen:



Und beim Squash:

27 Oktober 2008

Wenn die Börsenkurse fallen...

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

(Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne")

24 Oktober 2008

Katzen-Fotos

So, nachdem ich grade eifrig beschäftigt mit Katzenfuttertestreihen bin, kann ich leider keinen ellenlangen Beitrag schreiben.

Dafür hab ich euch ein paar Fotos von unseren Katzen online gestellt:

Katzis

21 Oktober 2008

Catwalk =^+^=

Eigentlich müsste der Eintrag ja Double catwalk heißen...

Wir hatten schon längere Zeit geplant, im Herbst eine Katze zu "besorgen", deshalb durchforsteten wir sämtliche Anzeigenblätter. Dabei stießen wir auf den Innsbrucker Verein namens Wir helfen Tieren e.V., der sich hauptsächlich mit der Pflege und Vermittlung verwaister Katzen und Hunde beschäftigt.

Als wir dort vorbei schauten um uns eine Katze auszusuchen, hatten wir natürlich die Qual der Wahl, denn sie hatten sehr viele Katzen da und eine war netter als die andere. Ich wollte ursprünglich ja wieder eine Katzendame, aber alle Katzen waren entweder vergeben oder extrem scheu.
Als wir schließlich ins "Buben-Zimmer" gingen, kam gleich ein weiß-schwarzer kleiner Kater zu mir und legte sich breit auf meinen Bauch, als ich mich setzte. Er hatte noch einen besten Freund, einen etwas größeren, schwarzen Kater, der auch gleich mit schmusen wollte. Beide fingen sofort mit uns zu kuscheln an, als ob wir uns schon ewig kennen würden.

Damit hatten sie uns die Entscheidung abgenommen.



Chufi (schwarz-weiß) und Wittgenstein (schwarz) erweitern unsere Familie um zwei Mitglieder. Die beiden Kuschelmonster schlafen am allerliebsten in unserem Bett.


Salomon Wittgenstein (17 Monate) und sein Lieblingsbuch, der Tractatus logico-philosophicus.


Chufi (eigentlich Epikur, 5 Monate) und sein Lieblingsgetränk, Chufi.

Jetzt sind die beiden schon eine Woche bei uns und haben unser ganzes Leben und die ganze Wohnung umgekrempelt. Wir haben sehr viel Freude mit ihnen, sie sind wirklich ganz liebe verschmuste Kater.
Leider ist Chufi zur Zeit krank - Schnupfen. Aber er ist schon wieder auf dem Weg der Besserung und wird sicher bald wieder mit seinem Freund durch die Wohnung tollen.

09 Oktober 2008

Wenn einem zum Glück nichts (mehr) fehlt

Momentan bin ich, obwohl ich immer noch an einem hartnäckigen Husten laboriere, den ich mir auf der letzten Exkursion eingefangen habe, sehr glücklich. Der eine Grund dafür ist der, dass ich mir einen langgehegten Traum erfüllt habe, indem ich mich für Spanisch inskribiert habe. Der zweite Grund ist die Rückkehr meines Lieblingsmoderators auf Bayern 3, Matthias Matuschik.

Ach, was habe ich Abende in meiner Schulzeit verbracht, an denen ich mich mit Rechnungswesen und BWL herum geschlagen habe und dabei ständig die lieblich säuselnde Ironie des Matthias Matuschik aus dem Radio - tja, das waren noch Zeiten... Und jetzt kann ich das alles wieder haben, und soger ohne
Rechnungswesen und BWL, yeeeeaah!

So, und deswegen bin ich gut drauf. Und scho homma's wieder!

06 Oktober 2008

Balkan III: Sarajevo

Am frühen Morgen ließen wir Serbien hinter uns und machten uns auf die Fahrt nach Bosnien-Herzegowina, die mit 5-6 Stunden veranschlagt wurde. Das Wetter war sehr schlecht an diesem Tag, es regnete fortwährend, zudem gibt es keine Autobahn nach oder in Bosnien (innerhalb von 10 Jahren wurden 26 km gebaut). Diese Umstände sorgten dafür, dass wir Sarajevo nach einer schier endlosen Fahrt durch die Berge nach einer 12stündigen Fahrt abends erreichten.

Da es regnete und 7 Grad hatte, konnte man nicht mehr viel von der Stadt sehen, jedoch entschlossen sich ein paar von uns, sich abends noch die Füße zu vertreten und herum zu spazieren. Auf dem (steilen) Weg kamen wir an einen Supermarkt, der glücklicherweise noch geöffnet hatte, Euros akzeptierte und uns mit der einheimischen Währung (Konvertible Mark) versorgte.

Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Nach einer abenteuerlichen Fahrt bergab mit dem Stadtbus befanden wir uns im Zentrum von Zagreb, dessen Fußgängerzone einkaufstechnisch ausgestattet ist wie jede andere "westliche" Stadt auch.

Wenn man aber die Fußgängerzone entlang geht, steht man plötzlich im alten Kern von Zagreb, das kopfsteingepflastert ist und über viele kleine nette Geschäfterl und einen Bazar verfügt - absolute Alarmstufe Rot für Shoppingwütige!

Diverse Einkäufe später trafen wir uns mit Dennis Gratz, einem Publizisten und Kulturwissenschaftler aus Sarajevo, der einige Zeit in Deutschland lebte. Er bot uns eine ausführliche Insider-Tour durch die Stadt. Danach zogen wir uns aufgrund des schlechten Wetters und der schmerzenden Füße in ein türkisches Kaffee zurück - natürlich in den ersten Stock.

Am Abend feierten wir mit einem großen Essen (zur Abwechslung) in einer Brauerei in Sarajevo. Danach gingen wir in kleineren Gruppen noch etwas trinken, und da es der Freitag, der 27. des Monat Ramadan war, fanden sich sehr viele Menschen im Hof der Moschee und auf der Straße davor. Für ein paar Minuten nur dem prasselnden Regen und der Stimme des Muhezin zu lauschen, war wirklich tief beeindruckend. Wir bekamen grade noch das Ende des Gebets mit und mit uns setzten sich dann die Leute, die auf der Straße gestanden hatten in Bewegung und lustigerweise gingen sie dann genauso etwas trinken wie wir. Allerdings suchten wir - aufgrund des Mehrheitskonsenses - ein Lokal mit Alkoholausschank und dafür mussten wir etwas außerhalb des Zentrums suchen.

Wir verbrachten noch einen netten Abend mit Cocktails und machten uns um 5 Uhr früh nach einer kurzen Nacht mit dem Bus auf den Weg nach Hause. Nach dreizehneinhalbstündiger Fahrt erreichten wir Innsbruck.

Sarajevo

03 Oktober 2008

Balkan II: Serbien

Auf dem Weg nach Serbien stellte sich bereits an der Grenze das erste Problem: da wir drei Leute dabei hatten, die nur einen Personalausweis bzw. eine Identitätskarte dabei hatten, hätten diese beinahe nicht einreisen können. Zum Glück ließen sich die Zöllner aber doch durch 80 Euro pro Einreisevisum erweichen.
Unser erstes Ziel war Belgrad, das auch als Partystadt bekannt ist. Leider kamen wir erst ziemlich spät an, als es schon begann, dunkel zu werden. Also machten wir uns von unserem Hotel sofort auf, um die Innenstadt zu erkunden und noch die eine oder andere Shoppingtour zu unternehmen.
Nach zehnminütigem Fußweg waren wir in der Innenstadt, die um diese Zeit (21 Uhr) noch äußerst lebhaft war. Auf den Straßen gab es unzählige Verkäufer, die Dinge wie Popcorn, Sticker, Plüschtiere oder Schals (meine Wahl, allein schon aus Notwendigkeit) verkauften. Und wie das Belgrader Leben so spielt, kam es, dass wir um 22.30 Uhr noch heftig am Shoppen waren - daran könnte ich mich gewöhnen!
Am nächsten Morgen standen wir nach einer sehr kühlen und kurzen Nacht wie immer sehr früh auf, denn es stand ein Termin auf dem Ministerium für Diaspora an. Eigentlich war geplant, dass wir (alle) einen Gesprächstermin mit dem Minister hätten, jedoch wurden dann nur 5 von uns vom Vizeminister empfangen. Naja, dafür hab ich jetzt hübsche Belgrader Souvenirs.
Nachdem wir am Nachmittag das langweilige Ethnografische Museum hinter uns gebracht hatten, ging es auf, ins serbische Hinterland. Unser Ziel war Kruševac (Крушевац).


(Fahrt durch ein serbisches Dorf)

Unser erster Programmpunkt war eine Weinverkostung auf einem Weingut in der Nähe von Kruševac. Zwei Stunden mit leckerem Essen und Wein vergingen.
In der Nähe von Kruševac bezogen wir das Ethnodorf, das quasi ein Freilichtmuseum ist, in dem man übernachten kann. Abends wurde für uns ein reichhaltiges Buffet mit serbischer Kost arrangiert, dazu spielte eine Live-Band Folklore-Musik. Nach dem Essen gab's Slivovica (Zwetschkenschnaps), der einigen von uns zum Verhängnis wurde.
Nach einer Nacht im 4er-Zimmer erreichten wir vormittags das Rathaus von Kruševac, wo uns der Bürgermeister, ein paar Journalisten und einige Schüler empfingen. Wir waren scheinbar die Sensation in Kruševac. Danach unternahmen wir einen Ausflug in den historischen Teil von Kruševac, Lazar-Stadt. Drušica, unsere Führerin, hatte einen ausgefüllten Sightseeing-Plan für uns vorbereitet. Nach der Besichtigung, gingen wir essen. Und zwar saßen wir 2 Stunden bei einem üppigen 4-Gänge-Menü.
Danach ging's gleich weiter, denn wir hatten noch 3 Klöster zu besichtigen, die in der Umgebung lagen und mit dem Bus angefahren werden mussten. Als wir das zweite Kloster erreichten, war es schon fast ganz dunkel und da das Kloster mitten im Wald lag, hörte man ständig Käuze und andere Tiere schreien.
Abends hatten wir noch einmal ein mehrgängiges Menü zu bewältigen. Zwischen den Gängen schlichen ich und Manu aber hinaus, um kurz Luft zu schnappen (wer kann denn so viel essen?!) und ein paar Dinge für den nächsten Tag einzukaufen (um 22.30, echt fortschrittlich!).

Alle Serbien-Fotos wie immer im Webalbum:

Serbien

30 September 2008

Balkan I: Istrien und Zagreb

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Ingrids Reisen!
Dieses Mal führt uns der Weg quer über den Balkan, wobei ich die Regionen Istrien (Kroatien), Serbien und Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) näher besprechen möchte.
Ausgangspunkt unserer Reise ist wie so oft Innsbruck und als Beförderungsmittel kam diesmal ein Doppeldeckerbus der Firma Dragan Reisen zum Einsatz.

Um mit dem Bus eine Strecke dieser Größenordnung durchzuführen, ohne dass der ganze Tag drauf geht, muss man klarerweise früh genug (7 Uhr morgens) aufbrechen. Nach einer etwa 13stündigen Fahrt, die man großteils mit Schlafen bzw. Karten spielen verbringt, erreicht man über Slowenien die istrische Halbinsel - und ist gleich mal verzaubert von dessen mediterranem Charme. Man merkt, dass dieser Teil erstens geografisch sehr nahe an Italien ist und zweitens einige Jahrhunderte zu Venedig gehörte.

Wir bezogen gleich nach der Ankunft unsere Zimmer in einem ehemaligen Militär-Hotel, gleich gegenüber dem Frachthafen. Abends erkundeten wir die Stadt, die über zahlreiche römische Ruinen inklusive einer Arena verfügt. Praktischerweise war es möglich, abends noch ein wenig zu shoppen und gemütlich durch die verwinkelten Straßen von Pula zu bummeln.

Am nächsten Tag stand der erste Programmpunkt an. Nachdem wir ja hier waren im Rahmen eines Seminars auf der Europäischen Ethnologie zum Thema "Migration und Transnationalität", war es uns ein Anliegen, die Orte kennen zu lernen, von denen besonders viele Migranten aus ökonomischen und politischen Gründen ausgingen und mit Rückkehrern zu sprechen. Wir besuchten deshalb zwei kleinere Orte im Inneren Istriens, von denen im Laufe der Zeit mehr als die Hälfte ausgewandert waren.

Allerdings ist Istrien mit seinen hübschen Küstenorten auch ein idealer Ort zum Urlaub machen und folglich sehr touristisch. Besonders angetan hat es mir das Städtchen Rovinj mit seinen engen verwinkelten Gassen und seinem Hafen:



In Istrien, das zu Kroatien gehört, findet man sich sehr leicht zurecht, denn sehr viele Menschen sprechen dort englisch, italienisch oder deutsch. Zusätzlich werden in der kroatischen (wie auch überhaupt in der serbokroatischen) Sprache viele bekannte Fremdwörter wie Buffet, Croissant oder Friseur verwendet, wenngleich sie auch sehr lautsprachlich geschrieben werden (Bife, Kroasan oder Frizer).

Insgesamt verbrachten wir drei Nächte in Pula, wobei mein Kleidungsrepertoire nicht wirklich den tatsächlichen Temperaturverhältnissen angemessen war.

Der Weg führt nun weiter nach Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens.
Diese Geschichte ist schnell erzählt, denn, und ich kann noch nicht mal sagen, ob es an den kühlen Temperaturen lag, war der Eindruck, den Zagreb hinterließ, ziemlich kühl.
Wir verbrachten insgesamt zwei Nächte in einem Youth Hostel, in dem außer uns nur Schulklassen zu übernachten schienen, von denen allesamt nachts einen Höllenlärm veranstalteten.
Eine der Rückkehrerinnen, mit denen wir uns unterhielten, meinte, die Leute in Zagreb wären tough, was sie auch sein müssten, da nur die Stärksten überlebten und der Staat wenig oder kaum Unterstützung bietet - übrigens auch für Remigranten.

Alle Fotos von Istrien und Zagreb wie immer in meinem Webalbum oder gleich hier:

Istrien und Zagreb

08 September 2008

In Linz beginz

Ach, ist das schön, wenn man ein paar Tage frei hat und... gar nicht weiß, was man mit dieser plötzlich gewonnen Zeit anfangen soll.
Naja, ganz so schlimm ist es dann doch noch nicht! Endlich hatte ich Gelegenheit, meine beste Freundin Conny in Linz zu besuchen, etwas das ich traditionellerweise jedes Jahr im September mache.



Nachdem wir es all die Jahre nicht geschafft haben, den Dom (bzw. beide) zu besichtigen (gell, Evi?), haben wir es uns dieses Jahr gar nicht erst vorgenommen. Statt dessen, begaben wir uns auf den Pöstlingberg, der sich auf der anderen Donauseite außerhalb von Linz befindet. Da die Pöstlingbergbahn zur Zeit renoviert wird, düsten wir mit dem Bus nach oben. Leider verpassten wir den Bus sehr knapp, darum mussten wir (mit Betonung auf mussten) in einen Heurigen auf ein Achterl Wein gehen, um die Wartezeit zu verkürzen. Der Innenhof des Heurigen war wunderschön:



Auf dem Pöstlingberg angekommen, bot sich uns ein hübsches spätsommerliches Abendpanorama von Linz darbot.



Um diesen Abend perfekt ausklingen zu lassen, genossen wir noch ein indisches Abendmahl in der Altstadt.
Leider viel zu kurz aber wie immer lohnenswert so ein Besuch in Linz.

01 September 2008

Farewell to ice-cream

So, nun ist sie vorbei, die Eiszeit. Gestern hatte ich meinen letzten Tag hinter der Eistheke. Grade zur rechten Zeit, denn nun ist der Herbst in Innsbruck eingezogen.


(Blick auf das ehemalige Gasthaus Hirschen in der Seilergasse, das ursprünglich eine protestantische Kirche war, daher der Turm)

Ich dachte, ich wäre froh, wenn ich nun kein Eis mehr schöpfen müsste, da ich mir ohnehin einen hartnäckigen Husten dabei eingefangen hatte, aber erstaunlicherweise war ich gestern beim Abschied doch etwas traurig. Immerhin ist jetzt der offizielle Sommer vorbei und irgendwie war's ja doch ganz lustig.



Eis zu verkaufen, davon träumt jedes kleine Mädchen. Kürzlich habe ich den Begriff "Eisverkäuferin" gegoogelt (ich google gerne). Heraus kam ein Sammelsurium an Blogeinträgen, Erlebnisberichten von Kunden und Stellenangeboten.
Bei den Stellenangeboten las ich, dass man freundlich, kontaktfreudig und gut im Kopfrechnen sein sollte. „Ein ansprechendes Äußeres ist natürlich auch Pflicht, immerhin handelt es sich hier um einen Job, bei dem man Umgang mit Lebensmitteln hat.“ Lustig, ich wusste gar nicht, dass den Lebensmitteln so leicht schlecht wird!

29 August 2008

Summer dreamin

Der durchwachsene Sommer herbstelt schon... Heute hab ich Lebkuchen und Spekulatius im Supermarkt gesehen ó.ò



"All the leaves are brown and the sky is grey..."